Exo Architecture


Kunst braucht Raum.

Um zu wirken, zu begeistern und um sich auf sie konzentrieren zu können.

Bei einer so großen Ausstellung wie der Exo Evolution, mit über 100 Exponaten, ist sehr viel Raum.

In diesem Fall etwa 6000 Quadratmeter.

Nun stellt sich die Frage, wie bringt man so viele unterschiedliche Arten von Kunst unter einen Hut und gibt ihnen einen Rahmen?

Vor dieses Problem wurde das Architekturbüro Stadelmann Schmutz Wössner, aus Berlin, gestellt.

Ausstellungsarchitektur ist eine Kunst für sich. Sie muss zwar ihre Funktion erfüllen, Raum vorgeben oder schaffen, aber dennoch diskret sein und nicht von den eigentlichen Exponaten ablenken.

Außerdem bestand die Aufgabe für das Architekturbüro nicht nur darin, der Exo Evolution einen Rahmen zu geben, sondern der gesamten Globale.

Also eine durchgängige Ausstellungsarchitektur.

Das Ergebnis war ein offenes System, das eine stufenlose und transparente Präsentation aller Werke ermöglicht.

Eine Mischung aus kleinen, abgehängten Räumen, freien Flächen und kleinen offenen Laboren.

Die meisten Elemente sind wabenförmig und bestehen aus Holzrahmenkonstruktionen die zu Modulgruppen kombiniert werden.

Je nach Bedarf,  können sie in unterschiedliche Größen und Formen umgebaut werden. Ganz abgestimmt auf die Exponate.

Die Holzrahmen bestehen aus schwarzem Holz. Mal sind sie mit schwarzem Stoff abgehängt, mal ist einer schlicht bespannten Holzfläche befestigt. Tische, Stühle, Sockel und Vitrinen der gleichen Bauweise unterstützen das System.

Die Exponate können entweder am verkleideten Wandsystem oder direkt am Fachwerk verankert werden. So ist der Weg durch die Ausstellung mal hell und durchgängig und an anderen Stellen dunkel, fast ohne jedes Licht.

Der Besucher kann den Weg durch die Ausstellung frei wählen und so ergibt sich auch für jeden Einzelnen ein ganz neuer und eigener Sinn, oder eine eigene Erfahrung der Ausstellung.

 Ähnliche räumlich verzweigte Systeme sind in unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen ablesbar.

Sie kommen In Natur, Wissenschaft und Kunst zum Ausdruck.

Ob Fachwerkarchitektur, Sternbilder oder Molekularformeln.

So passen sie perfekt zum Thema der Exo Evolution, zur Globale und den Themengebieten Transparenz, Digitalisierung und Industrialisierung. 

Das System reflektiert die Architektur, Bauweise und Ausstattung des Gebäudes des ZKM. Es entstehen Wechselbeziehungen zwischen den Exponaten. Genauso wird eine Verbindung zwischen den verschiedenen Ausstellungen geschaffen und macht den Kunstbegriff der GLOBALE erlebbar.

 

Blackbox und Waben.
Blackbox und Waben.
Ein Künstlerlabor.
Ein Künstlerlabor.

Lageplan